Abschied nehmen von einer Welt in rosa.

Dezember 31, 2009

Er war in meinen Augen der schönste Mann der Welt.
Für eine Weile war das für mich das einzige, was zählt.
Aber dass mich jemand äußerlich anspricht,
reicht auf Dauer leider nicht.

Wir saßen nebeneinander, zu zweit,
aber wir haben unsere Gedanken nicht geteilt.
Zwischen uns saß nur die Stille,
unsichtbar und rosa, so wie meine Brille.

Wir fanden uns in unsere Rollen,
spielten mit wenig Wohlwollen
schlechte moderne Stücke
unter einer rosa Ganzkörperperücke.

Wer er war, weiß ich nicht,
jedenfalls war ich nicht ich.
Er gab sich keine Mühe mehr zu lachen
über meine dummen Witze zu Nebensachen.

Wenn mir die Worte fehlen
und stattdessen nur Bedürfnisse quälen
diesen schönen Mann anzufassen,
sollte ich es am besten lassen.

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